Mittwoch, 29. Januar 2014
Das Resumé
Dienstag, 21. Januar 2014
Das Ende naht
5 Tage arbeiten, 2 Tage Ski fahren. So sahen die letzten Wochen hier in Big White aus. Selbstverständlich waren die Skibedingungen an Tagen an denen ich arbeiten musste, exzellent und an meinen freien Tagen teils sehr bescheiden. So ist es nun auch nicht verwunderlich, dass in den letzten Tagen und in den kommenden Tagen wohl keinen Schnee gegeben hat bzw. geben wird, denn immerhin habe ich auf eigenen Wunsch nun eine komplette Woche frei, um die letzten Tage hier in Kanada noch einmal genießen zu können.
Zweimal wird es dann noch zur Arbeit gehen, nämlich an Australia Day, welcher am kommenden Sonntag ist und dem Tag danach, da man an diesen Tagen mit den australischen Kollegen wenig anfangen kann (Australia Day scheint wichtiger zu sein, als alle anderen Feste im Jahr zusammen). Da ich also an meinen letzten beiden Tagen in Big White arbeiten werde, konnte ich auch sehr pragmatisch mit meiner Firma abklären, dass ich hierfür bar bezahlt werde. Ob das klappt, das wird sich dann zeigen. Vor etwa zwei Wochen wurde es dann auf der Arbeit ein wenig ungemütlicher, denn aufgrund von zwei Kritiken auf einer Internetplattform bezüglich des Housekeepings wurden sowohl meine Chefin als auch die Unternehmensleitung von Big White stark unter Druck gesetzt. Dass solche Kritik aufkommt ist, aber nur wenig verwunderlich, wenn ich mir die Arbeitseinstellung des ein oder anderen (oder eher der meisten)Kollegen aus Downunder ansehe. So kommt es dann schon einmal vor, dass in Jacke und mit Rucksack auf dem Rücken, fertig für den Feierabend noch an letzten Türen geklopft wird. „Housekeeping, benötigen sie unseren Service heute?“. Selbstverständlich lautet die Antwort dann nein. Da sich die Kollegen quasi 50/50 aus Australieren und mir, die in Big White wohnen, sowie Kollegen aus dem nächsten Ort (1 Stunde entfernt) zusammensetzen und das „Big White“-Team quasi zweimal in der Woche alleine ist, wurde mir dann die Ehre zuteil, alleine zu arbeiten, da wir insgesamt 5 Housekeeper sind. Der Spaßfaktor sinkt dabei schon eher ins Negative und so fühle ich mich doch eher bestraft, weil ich offensichtlich gute Arbeit geleistet habe. Wieder eine Lektion gelernt.
Sonntag, 5. Januar 2014
White Christmas
Mit Beginn der Weihnachtsferien wurde es dann auch auf der Arbeit "busy". Und so müssen täglich nun mehrere "Daily Services" (Betten machen, Müll rausbringen, Handtücher wechseln und Utensilien nachfüllen), ein paar Bettwäschewechsel inkl. Bad putzen und ein bis zwei Apartments geputzt werden, was je nach Größe des Apartments bis zu 4 Stunden in Anspruch nehmen kann. Als kleinen Nebeneffekt meiner Housekeeper-Tätigkeit kann ich mir mit meinen Kollegen sämtliche verbleibende Lebensmittel mit nach Hause nehmen. Die Arbeit an sich ist ok, besonders spannend zwar nicht, dafür sind aber dafür ist meine Chefin voll in Ordnung, da sie mir unter anderem für die restlichen Wochen nun erheblich mehr freie Tage eingetragen hat. Auch das Geschäftsführer-Ehepaar ist nett und sehr pragmatisch; und so gab es dann trotz meiner kurzen Beschäftigung eine Pralinenschachtel zu Weihnachten.
Weihnachten an sich war natürlich absolut weiß. Kein Wunder bei kumuliert über 3 m Schnee. Direkt nach der Arbeit ging es dann in den Gottesdienst. Verstanden habe ich jedoch nichts. Nicht weil es auf Englisch war, sondern weil die Anlage einfach nicht laut genug eingestellt war. Im Anschluss daran gab es dann eine Parade durch das Village Centre, wobei es mehr eine Art Werbung für die verschiedenen Restaurants und Aktivitäten am Berg war. Und so folgten Mitarbeiter der Lifte auf Schneemobiltour-Guides, Mitarbeiter des irischen Pubs auf die Feuerwehr und viele andere Gruppen reihten sich zum Graus eines jeden Fastnachtszugmarschall in riesigem Abstands aneinander und zogen das ganze sehr gekünstelt in die Länge. Auf die Parade folgte dann ein Fackelzug der Skilehrer, welche mit der Einfahrt von Santa Claus gekrönt wurde. Abgeschlossen wurden die Feierlichkeiten dann von einem kurzen Feuerwerk. Auf den Christmas Eve/Heiligabend folgte dann die Feierlichkeiten im Christmas Day, wie es üblich in Nordamerika ist. Dies bedeutete, dass wir auf der Arbeit in ziemlich dünner Besetzung antraten, bevor es dann abends im Hostel zum großen Christmas-Dinner kam. Einige Mitarbeiterinnen des Hostels hatten den ganzen Tag über gekocht um rund 60 hungrige Gäste zu versorgen. Auf den Teller kamen dann Garnelen, Truthahn, Ham, Lachs, Kartoffeln, etliches Gemüse und Salate. Alles in allem ein absolut angemessenes Weihnachtsessen.
Den nächsten freien Tag verbrachte ich dann damit, erneut in Kelowna einkaufen zu gehen und mich für meine letzten Wochen auszurüsten. Der Neujahrssekt, den ich mir für Silvester gekauft hatte, liegt leider aber immer noch im Schrank, da ich meinen nächsten freien Tag statt auf der Piste auf dem Klo mit Magen-Darm-Beschwerden verbrachte. Und wie es so sein sollte, war dieser freie Tag der Silvestertag. Dementsprechend lag ich dann den kompletten Silvestertag bis zum nächsten Morgen mit Cola im Bett und versuchte (erfolgreich) fit zu werden, um am Neujahrstag für den 1,5fachen Stundenlohn arbeiten zu können. Nach 2 weiteren Tagen war mein Magen dann auch über den Berg und ich konnte mein "Steak und Kroketten"-Silvesteressen nachholen sowie einmal wieder auf die Bretter steigen und ein paar schöne Fotos bei traumhaftem Wetter machen.
Homecoming:
Mittlerweile steigt nun auch die Vorfreude auf zu Hause. Auf meine Familie, meine Freundin und meine Freunde und alle die mein Büdesheimer Leben bereichern. Aber auch auf Brot, Schnitzel, ein Globus-Fleischkeesbrötchen, Fastnacht, günstiges, gutes Bier, ein großes Bett in einem Zimmer, in dem niemand schnarcht oder seinen Alarm 37 Mal snoozt und auf die kleinen Dinge, wie mehrlagiges Klopapier oder ein schönes Glas Berg Quelle-Mineralwasser.
Sonntag, 15. Dezember 2013
Der letzte Job
Nach meiner Fahrt mit dem Greyhound in Kelowna angekommen, wurde ich mit einem Shuttle-Bus bis vor die Tür des Hostels gefahren, wo ich für die nächsten 61 Nächte unterkommen sollte. Nachdem ich eingecheckt hatte und meinen Season-Pass abgeholt hatte, ging es dann erstmal darum etwas zu Essen aufzutreiben. Hier im Village, welches 1 Stunde von den nächsten Orten entfernt ist, gibt es einen kleinen Supermarkt, wo man ein paar Lebensmittel bekommt. Mit einer Stange Toast (in Kanada als Brot dargestellt), einer Packung mit 6 Scheiben Bologna, einer Packung Müsli und einem Liter Kakao, war ich dann direkt einmal 20 $ los. Definitiv der bisherige Rekord in Kanada.
Am nächsten Morgen ging es mit einem etwas mulmigen Gefühl auf die Bretter; immerhin war ich etwa 10 Jahre lang kein Ski mehr gefahren und wusste nur theoretisch wie es geht. Dementsprechend ging es die ersten beiden Tage auch erst einmal nur die leichtesten Pisten hinunter bis ich mich dann in größere Höhen mit steileren und längeren Abfahrten wagte. Nachdem ich jetzt etwa 10 Mal gefahren bin, läuft es sehr gut und ich bin ein wenig stolz darauf, dass ich mich bis dato noch kein einziges Mal hingelegt habe (hiermit wäre nun sichergestellt, dass ich beim nächsten Mal stürze). Im Laufe der letzten 2,5 Wochen wurden auch immer mehr Lifte geöffnet, so dass neue Pisten hinzukamen, auch wenn ich es niemals schaffen werde, jede einzelne zu fahren, da es einfach viel zu viele sind. Was ich sehr faszinierend finde ist, wie die Pisten und Lifte miteinander verbunden sind. So war ich heute nach nur einem Lift und anschließender Abfahrt, am Fusse eines Liftes, der 10 Autominuten vom Village entfernt ist und heute zum Glück auch nicht so überfüllt war, wie alle anderen hier im Village. Und so werde ich auch in den kommenden Wochen noch etliche neue Abfahrten ausprobieren können, ohne dass mir langweilig wird.
Nach meinem Einkaufsschock am ersten Abend entschied ich mich dann dazu an meinem dritten Tag das Shuttle für 14$ nach Kelowna zum Canadian Superstore zu nehmen. Zunächst einmal ging es noch in einen Sportladen, wo ich mir einen Helm zulegte, den ich dummerweise in Vancouver zu kaufen vergessen hatte und danach auf große Shoppingtour zu Wal Mart, dem Liquor Store und dem Superstore. Am Ende des Tages war mein Rucksack und meine Tüten mit rund 35kg Einkäufen gefüllt, mit denen ich wohl rund 3,5 Wochen auskommen werde auch wenn ich mittlerweile auf keine frischen Lebensmittel mehr zurückgreifen kann.
Wetter:
Während es die ersten paar Tage in Big White recht angenehm war (ok ist relativ, -10°C), kam danach für einige Tage ein wenig arktisch Kälte vorbei, die Ski fahren bei -25 Grad doch nicht unbedingt als gute Idee erschienen ließ. Seit ein paar Tagen ist es nun aber wieder richtig warm und das Thermometer kratzt an der Null-Grad-Marke. Abgesehen von der Temperatur, ist das Wetter extrem wechselhaft zwischen den Tagen. Sonne, Wolken, Schnee kehren in einem zufälligen Muster stets wieder.
Arbeitssuche:
Bereits nachdem ich mir den Season-Pass gekauft und meine Unterkunft gebucht hatte, hatte ich erste zaghafte Bewerbungsversuche unternommen. Tatsächlich erhielt ich hierzu zwei Rückmeldungen, wovon ich nach so vielen "untergegangen" Bewerbungen in Jasper, Banff und Lake Louise dann doch überrascht wurde. Während der Arbeitgeber, bei dem ich mich für einen Kassierer-Job gemeldet hatte, nie mehr von sich hören ließ, nachdem ich ihm das Ablauf-Datum meiner Arbeitserlaubnis mitgeteilt hatte, trat ich in regen E-Mail-Verkehr mit der Zuständigen, bei der ich mich im Housekeeping beworben hatte. Wir verabredeten, dass ich mich melde, sobald ich in Big White bin, um abzuklären, ob es für mich eine Einsatzmöglichkeit gibt, während der Hochsaison über Weihnachten und Silvester. Und so kam es dann, dass ich vorvergangenen Freitag mein Jobinterview hatte, welches aber wohl mehr einem "Ich schau mir dich mal in Echt an" gleichzusetzen war. Auf jeden Fall hatte ich den Job und in der vergangenen Woche meine ersten beiden Trainingstage. Ich werde von nun an im Housekeeping im Stonegate-Ressort arbeiten, welches wohl zu den eher gehobeneren Adressen hier am Berg zählt. Dementsprechend gelten hier auch andere Standards als bei meinen bisherigen Housekeeping-Aufgaben im ACBB Niagara Falls und im Ocean Island in Victoria. Wie ich mich hier schlagen werde, werden die nächsten Tage und der nächste Blogpost zeigen. Wen es wirklich interessiert, wie es im Stonegate aussieht, der kann mal hier in die Bildergalerie schauen.
Mittwoch, 27. November 2013
Whitehorse - The Secret Spot
Sie war super freundlich und trotz ihrer Müdigkeit kamen wir dann noch eine gute Viertel Stunde ins Gespräch, so dass sich herauskristallisierte, dass sie das Hostel von den Ideen sehr ähnlich wie das ACBB führt (Sicherheit durch Menschenkenntnis, oberste Prämisse: tue alles für deine Gäste, damit sie sich wohl fühlen, frage nicht als erstes nach dem Geld). Es stellte sich recht schnell heraus, dass in Whitehorse nicht übermäßig viele Touristenattraktionen zu finden waren und bei -25 bis -30 Grad war ich auch nicht gerade scharf daraus ewig spazieren zu gehen. Und so nutzte ich die ersten Tage. um einfach mal wieder zwei Bücher zu lesen und die Winterlandschaft beim Blick aus dem Fenster zu genießen. Zum Wochenende hin wurde es dann milder (-10 Grad), so dass ich nun den Millenium Trail, welcher am Yukon River entlang führt, wandern konnte. Nun endlich klarte dann auch der Himmel nachts auf und Samstag konnte ich dann endlich die Polarlichter sehen, was leider auch das einzige Mal gewesen ist. Sonntags waren sie nur mit Hilfe der Kamera zu erkennen. Während etliche andere Gäste sich für 130 $ eine Tour buchten, von der sie meist enttäuscht zurückkehrten, hatte Nancy einen anderen Ort als Tipp für uns parat, den ich im Laufe des Aufenthalts ingesamt 6 Mal aufgesucht habe.
Am letzten Tag ging es dann noch zu einem kleinen Spaziergang entlang einer Klippe, die den Flughafen, welcher etwa 50 m erhöht liegt, von der Stadt trennt. Auch wenn ich die Polarlichter nur einmal richtig sehen konnte, so war es dennoch eine tolle Zeit in Whitehorse, zum einen wegen der wunderschönen Natur und zum anderen wegen des warmen Willkommens im Beez Kneez Bakpakers Hostel, welches im Grunde ein ganz normales Haus war. Und so war ich beim Abschied aus Whitehorse dann doch etwas traurig, allerdings hatte ich zum ersten Mal in Kanada einen Ort gefunden, über den ich sagen würde, dass ich gerne nochmal dorthin würde. Zurück in Vancouver checkte ich dann ins Samesun Hostel, direkt gegnüber des HI Centrals ein, wo ich bei meinem ersten Vancouver Aufenthalt untergebracht war, ein und holte dann meine im Vormonat gekauften Ski und Equipment ab. Am frühen Morgen des folgenden Tages sollte es dann nach Big White, der nun wirklich letzten Station meiner Reise gehen.
Montag, 18. November 2013
Viel Schlaf in Seattle
In Seattle angekommen musste ich dann zunächst eine halbe Stunde zum Hostel laufen, was auf dem Hinweg doch deutlich einfach gewesen war als nach meiner Shopping-Tour. Selbstverständlich kam die erste Zimmergenossin, der ich begegnet bin, aus Deutschland und war angehende Kanada-Work-and-Travellerin. Wir beschlossen daraufhin, die Stadt am nächsten Tag gemeinsam zu erkunden und besuchten dann den berühmten Pike Place Market. Danach ging es ans Shopping, wofür ich ja hauptsächlich in Seattle war. In den folgenden Tagen legte ich mir dann eine neue Skihose (95$!!!!, leider normal hier) zu, neue Schuhe, die bis -32 Grad schützen sollen, sowie neue Jeans, Pullover und vieles mehr. Durch Trip-Advisor wurde ich dann noch auf den Kerry Park aufmerksam, welcher ein idealer Ort war, um ein paar Fotos von Seattles Harbourfront und Downtown zu machen. Ansonsten habe ich recht viel geschlafen, was wohl unter anderem der Nicht-Verfügbarkeit von Internet, der bequemen Matratze und meiner allgemeinen Müdigkeit geschuldet war. Die wenigen Fotos, die ich gemacht habe kann ich jedoch derzeit aufgrund von limitiertem Internet nicht hochladen. Kommen dann wohl mit den Whitehorse-Fotos.
Donnerstag, 14. November 2013
Pläne sind doch zum in die Tonne kloppen
Montag, 28. Oktober 2013
Fogcouver
Donnerstag, 17. Oktober 2013
Nachkerb in Banff
Freitags ging es dann in das rund 60 km entfernte Banff, welches eine absolute Touristenhochburg ist, da der größte Teil des Ortes aus Hotels, Motels, Hostels, Souvenir- oder Schmuckläden oder Fast Food Restaurants besteht. Ich muss aber sagen, dass Banff auch ein absolut schönes Touristenziel ist, da es inmitten der Berge liegt und man wenn man aus der Tür geht geniale Aussichten hat. Während der erste Tag einmal wieder der Erkundung galt, traf ich am Samstag mal wieder ein bekanntes Gesicht. Lustigerweise hatten Martina, die ungefähr 150 km entfernt in einem Resort arbeitet, und ich ein paar Tage vorher gechattet, um hierbei festzustellen, dass wir am selben Tag im selben Hostel in Banff sein werden. Ich musste also wieder einmal feststellen, dass Kanada gar nicht so groß ist. Also gab es dann am Samstagabend Colaschoppen, während in unserem Heimatort die Nachkerb stattfand. Mit ihren vier Kollegen ging es dann später noch in eine Disko, die wie in Kanada üblich, um 2 Uhr den Alkoholausschank beendet und kurze Zeit später alle Besucher rauswirft. Die weiteren Tage in Banff verbrachte ich damit verschiedene Wege entlang zu wandern und den heißen Quellen einen Besuch abzustatten, welche jedoch mehr verhießen als sie tatsächlich waren. Denn die "Hot Springs" waren ein 40°C heißer Pool, wie in jedem normalen Schwimmbad auch nur größer und ohne Blubbel. Banff gefiel mir ganz gut und ich kann nachvollziehen, dass viele Work & Traveller hier einen Großteil ihrer Zeit verbringen. Ich habe jedoch für mich aufgrund des mangelnden oder negativen Feedbacks auf meine Bewerbungen (keiner mag mich da ich nicht bis Ende April / Anfang Mai arbeiten könnte) entschieden, weiterzureisen. Somit ist das nächste Ziel nun die Großstadt Vancouver an der Pazifikküste.
Freitag, 11. Oktober 2013
Das Fotomotiv Kanadas schlechthin - Lake Louise
Am Montag ging es dann mit dem Brewster-Bus den Icefields-Parkway in Richtung Süden mit dem Ziel Lake Louise. Im Bus kam ich mir wie ein VIP vor, da die gesamte Reisegruppe nur 5 Personen umfasste. Auf dem Weg nach Lake Louise hielten wir dan an Wasserfällen, Seen und am Icefields Adventure. Hier stiegen wir dann in einen anderen Bus mit dem wir auf einen Gletscher gefahren wurden. Allerdings war dies bei den Wetterbedingungen mit Schnee und Wind kein sonderlich großes Vergnügen, da man es auf dem Gletscher nur recht kurz aushalten konnte.
Mittwochs war dann der Tag auf den ich gewartet hatte. Es war nämlich gutes Wetter und Sonnenschein. Somit ging es dann zunächst vom Hostel zum Lake Louise, was an sich schon einmal 4 km (inkl. 200 Höhenmetern) war.
Dort angekommen entschied ich mich auf den angrenzenden Berg zu laufen, um von dort die Aussicht auf den See genießen zu können. Am Ende des Tages hatte ich dann ungefähr 20 km hinter mir und insgesamt 700 Höhenmeter erklommen, so dass ich den darauffolgenden Tag erstmal zur Entspannung/zum Bewerben genutzt habe.
Sonntag, 6. Oktober 2013
Home is where the backpack is
Bereits vor meiner Ankunft in Jasper hatte ich vom Hostel-Besitzer einige Anweisungen erhalten und so war ich gerüstet für meinen ersten Self-Check-In in ein Hostel. Bei 8 Betten ist es auch ehrlich gesagt recht uneffektiv eine Rezeption zu öffnen. Im Hostel trafen dann im Laufe des Abends die restlichen Gäste ein, mit denen man aufgrund der kleinen Größe recht schnell ins Gespräch kam. Eigentlich ist es an sich gar kein Hostel, zumindest fühlt es sich nicht so an, sondern eher eine internationale WG. Dementsprechend passt das Motto des Hostels auch sehr gut. Mike und Ashley, die beide selbst sehr viel gereist sind, sind sehr stolz auf ihr kleines Hostel, welches sehr gut ausgestattet und extrem sauber und auf jeden Fall außergewöhnlich ist.
Erlebnisse:
Den ersten Tag sowie den gestrigen Tag in Jasper nutzte ich, um mich in Jasper, Banff, Lake Louise und anderen Touristengebieten zu bewerben, was insgesamt recht mühsam und langweilig war. Immerhin habe ich nun die Hoffnung, dass ich während meiner Aufenthalte in Lake Louise und Banff Job Interviews bekommen könnte. Donnerstag und den heutigen Sonntag verbrachte ich damit, die nahegelegenen Wanderwege und Seen zu erkunden. Am Freitag ging es dann mit dem Auto eines deutschen Pärchens zusammen mit meinem irischen Mitbewohner zum Maligne Canyon sowie dem Medicine und Maligne Lake, wo wir gemeinsam ein paar kurze Wege wanderten. Unser Weg dorthin wurde jedoch zwischenzeitlich von ein paar Bergziegen blockiert, die Éamonn mit Freude und Spaß von der Straße vertrieb. Ansonsten ist Jasper eine recht ruhige und schöne Stadt, die jedoch absolut vom Tourismus lebt und dementsprechend auch ein hohes Preisniveau hat.
Wetter:
Das Wetter ist hier zum größten Teil beständig, nämlich bewölkt und um die 5°C, was es allerdings sehr problematisch für mich macht schöne Fotos zu machen. Sobald die Sonne jedoch einmal die Wolken durchbricht, wird es deutlich wärmer und einfacher schöne Fotos zu machen.
Quo vadis?
Morgen geht es mit einer typischen Touristenbustour in das ungefähr 200 km südlicher gelegene Lake Louise, wo ich bis Freitag bleiben werde, bevor es nach Banff geht, welches auf Basis von Facebook-Gruppeneinträgen, wohl als die Hochburg der deutschen Work & Traveler anzusehen ist.
Dienstag, 1. Oktober 2013
The Canadien
Nach der Verabschiedung von meinen Eltern am Torontoer Flughafen ging es dann weiter für mich zum Bahnhof mit dem Ziel Westkanada. Wenn man den deutschen Zugverkehr gewohnt ist, ist doch vieles in Kanada ganz anders. So checkt man zum Beispiel sein Gepäck wie am Flughafen ein und nimmt nur sein Handgepäck mit. Auch ist es keineswegs so, dass Hunderte Menschen Zug fahren. Mit mir reisten in den beiden Waggons der Economy Class schätzungsweise 80 Leute, während in den Schlafwägen noch einmal vielleicht 150 Personen befördert wurden. Somit war dann auch schnell klar, warum Zug fahren so viel kostet wie fliegen. Los ging es dann abends pünktlich um 22 Uhr. Von dort an waren schlafen, essen und aus dem Fenster schauen meine Hauptbeschäftigungen. So sah ich im Laufe des ersten Tages im Grunde die Landschaft, welche dem Algonquin Park ähnelte, während es dann am zweiten Tag hauptsächlich Ackerfläche und Prärie waren nur unterbrochen von einem dreistündigen Aufenthalt in Winnipeg. Nachdem auch die dritte Nacht im doch recht unbequemen Zug vorbei war, kamen wir dann in die Rocky Mountains, wo ich mir einen Sitzplatz im Panorama Wagen ergattern konnte und so die atemberaubende Landschaft bestaunen konnte. Nach 68 Stunden erreichte der Canadien dann gegen 16 Uhr Ortszeit Jasper, wo ich für 6 Nächte in einem 8-Bett Hostel eingebucht bin.
Samstag, 28. September 2013
Portages, Bieberdämme, Sümpfe – Hindernisse einer gemütlichen Paddelfahrt
Samstag, 21. September 2013
Natur! Pur!
Danach startete unsere Caravan-Tour mit der ersten Station, dem Cabot Trail, einer etwa 250 km langen Straße durch den nördlichen Teil der Cape Breton Insel mitten durch den Cape Breton Highlands National Parc. Im Nationalpark selbst kamen wir dann nur sehr langsam voran, da unsere Fahrt immer wieder von Aussichtspunkten, die einen atemberaubenden Ausblick boten unterbrochen wurde. Aber nicht nur tagsüber konnten wir staunen, sondern auch nachts brachte uns der Sternenhimmel zum Schwärmen. Auf dem Rückweg vom Cabot Trail setzten wir Verena am Flughafen ab und nahmen dann Kurs auf Prince Edward Island, welches wir am nächsten Tag erreichten. Dort wurden kurze Strandspaziergänge unternommen, sowie ein kurzes Bad im eiskalten Meer genommen, bevor wir uns dann einen Lobster sowie ein All you can eat Salat und Muscheln-Buffet leisteten.
Freitag, 6. September 2013
Schock in Halifax
Am Dienstag ging es dann von Borden-Carleton mit Maritime-Bus nach Halifax. Während ich mir bei der Fahrt schon überlegt hatte, ob diese Busgesellschaft noch schlechter als Greyhound ist, sollte dieser Eindruck dann in Halifax bestätigt werden, denn dort kamen wir letztendlich ohne unser Gepäck an. Was war passiert? Der Busfahrer hatte unser Gepäck in das falsche Fach eingeladen und dementsprechend am falschen Ort ausgeladen und da Verena und ich nicht am Fenster saßen, bemerkten wir es erst als wir in Halifax angekommen war. Zum Glück ist es in Kanada so sicher, dass es nichts ausmacht, wenn zwei Gepäckstücke für zwei Stunden unbeobachtet auf dem Bürgersteig am Bahnhof stehen. So konnten wir unsere Rucksäcke dann am nächsten Tag unversehrt an der Busstation abholen. Ansonsten haben wir uns in den letzten Tagen Halifax und Dartmouth, welches auf der anderen Uferseite liegt angesehen, welche aber beide nicht sonderlich viel zu bieten haben. Daher gibt es zu unserem Halifax-Aufenthalt weder viel Text noch viele Fotos.
Wetter:
Nach Wochen schönstem Sonnenschein auf Prince Edward Island bei starkem Regen abgereist. Das schlechte Wetter hat dann auch in Halifax bis Donnerstag angehalten, während auch die Temperaturen derzeit in herbstliche Maße abgleiten, so dass wir abends derzeit nur noch 10-15 Grad haben.
Quo vadis?
Bald werde ich meine Familie hier in Halifax treffen und dann werden wir gemeinsam zu unserer Ostküstentour aufbrechen. Diese wird uns zunächst nach Cape Breton Island führen, weiter dann über Prince Edward Island, Québec City, den Algonquin Parc zu den Niagarafällen, bevor es für meine Familie dann von Toronto aus nach Deutschland geht und für mich in Richtung Rocky Mountains.
Dienstag, 3. September 2013
Halbzeit
Sonntag, 1. September 2013
PEI's beaches
Das Wochenende auf der Farm stand uns immer zur freien Verfügung und da wir auch immer das Auto hatten, hatten wir genug Zeit, um die Insel zu erkunden. So ging es am ersten Samstag in einen Provincial-Park an der Nordküste, wo wir gemeinsam mit Tomoquo bei gutem Wetter einen schönen Tag am Strand verbrachten. Weiterhin erkundeten wir in unserer Zeit hier auf der Insel den "Prince-Edward-Island-Nationalparc" mit seinen roten und weißen Sandstränden, das Touristenörtchen Cavendish, welches Besucher mit einem Anne of Green Gables-Museum (eine Art Pipi Langstrumpf) anlockt. Ansonsten ging es noch in die beiden größten Städte der Insel Summerside und Charlottetown sowie in das kleine Örtchen Victoria, die ehrlich gesagt außer ein paar kleinen Souvenirlädchen nicht sonderlich viel zu bieten hatten. Weiterhin erkundeten wir auch das Gateway Village, was eine Art Souvenirladen- und Touristeninformationszentrum ist und direkt am Ende der 12,9 km langen Confederation Bridge die Besucher von PEI begrüßt. Selbstverständlich ließen wir es uns auch nicht nehmen auf den Markt nach Summerside zu fahren, wo Kathy, das von uns geerntete Gemüse, jeden Samstag verkauft. Durch Zufall sind wir danach am Kap Egmont gelandet, welches eher versteckt lag, aber dafür umso schöner war. Arbeitstechnisch hat sich in den vergangenen zwei Wochen nicht sonderlich viel geändert, wenn man davon absieht, dass wir nun auch Kartoffeln auf einem 30 Minuten mit dem Auto entfernten Feld ausbuddeln gehen und somit auch DAS Gemüse der Insel schlechthin geerntet haben.
Samstag, 17. August 2013
Von Spinat und pickenden Hühnern
Am letzten Tag in Québec City ging es dann sehr früh los, da es in dieser Stadt insgesamt nur zwei Busse am Tag zum Flughafen fahren. Einer um 7 und einer um 7:30 Uhr von einer Station rund 30 Minuten von Downtown entfernt. Und als sparsamer Backpacker steht man dann lieber früher auf und zahlt 3$ statt 35$ für das Taxi. Am Flughafen war uns dann doch ein wenig mulmig als wir sowohl von Québec City nach Montreal als auch von dort nach Charlottetown mit einer Propellermaschine geflogen sind. Vom Flughafen ging es dann mit einem Taxi (da es nahezu keine öffentlichen Verkehrsmittel auf Prince Edward Island gibt) zum Hostel, welches für uns so den Inbegriff eines Hostels ausmachte. Es war sauber, hatte alle notwendigen Einrichtungen und freundliches Personal. Den verbliebenen Abend nutzen Verena und ich dann um die Provinzhauptstadt zu erkunden, welche jetzt nicht sonderlich viel zu bieten hat. Am nächsten Tag ging es dann mit dem Bus nach Summerside, wo wir von Kathy, unserem WWOOF(Worldwide Opportunities on Organic Farms)-Host abgeholt wurden. Mit ihr fuhren wir dann nach Bedeque, wo sie ihre Farm hat und trafen dort auf Alice, Ben, Tomoquo und ihren Mann Brian, wo wir freudig begrüßt wurden. Kathy gab uns den ersten Tag frei , was für zu einem kleinen Ausflug an den Strand nutzten, bevor es dann am nächsten Tag für uns an die Arbeit ging, während Alice und Ben von der Farm abreisten. Dazu zählen sämtliche Gemüsesorten wie Spinat, Grünkohl, Basilikum, Erbsen, Karotten uvm. von den Feldern ernten, wobei hier Spinat meist den größten Teil einnimmt. Außerdem gehört hier zu unseren Aufgaben das Sammeln und Waschen der Eier, wobei der Besuch bei den pickenden Hühnern für Verena jedes Mal eine Überwindung darstellt, während ich der Meinung bin, dass das ganze doch eher wie Ostern anzusehen ist. Auf der Farm gibt es ein Veggiebox-Programm, durch welches jeder Kunde einen bunt gemischten Gemüsekorb erhält, welche wir jeden Tag packen müssen. Daher müssen wir nicht nur das Gemüse von den Feldern ernten, sondern es auch abpacken und in die Veggieboxen sortieren und uns bei allem permanent gegen Moskitos verteidigen. Im Gegensatz zu meinem Farmaufenthalt bei Ana und Leon und unserem Workaway-Aufenthalt bei Rémi und Alain müssen wir hier selbst für uns kochen. Dabei haben wir aber eine riesige Auswahl, da wir unser Essen einfach frisch vom Feld ernten können oder an eine Tiefkühltruhe mit frischem Fleisch von den Rindern, Hühnern oder Schweinen der Farm gehen können und uns nach Belieben bedienen können. Zusätzlich können wir auch noch das Auto benutzen, sofern es zur Verfügung steht, um die Insel zu erkunden.
Montag, 12. August 2013
Québec City - wow!
Nachdem ich im Januar mit meinem Bruder bereits bei einer Präsentation über Kanada war, in welcher auch extrem schöne Fotos von Québec City gezeigt wurden, bin ich nicht ganz ohne Erwartungen nach Québec City gefahren. Und diese wurden sicherlich nicht enttäuscht, denn Québec City ist mit seinen vielen kleinen verwinkelten, alten Gässchen, komplett anders als die anderen Städte Nordamerikas; insgesamt mit viel mehr Geschichte und europäischer. Und so haben Verena und ich uns in den vier Tagen in Québec City hauptsächlich damit beschäftigt durch die Stadt, die Altstadt oder am Hafen entlang zu schlendern und einfach die Atmosphäre zu geniessen. Nach unserer Ankunft am Donnerstag haben wir uns im Hafen an einem riesigen Silo-Kompley die Show "Le Moulin à Images - Hommage à Norman McLauren" angesehen, welche die Entwicklung des Animationsfilms gezeigt hat, allerdings so langweilig war, dass wir sie früher verlassen haben. Am Freitagabend sahen wir dann eine vom "Cirque du Soleil" entwickelte Show namens "Les Chemins invisibles", in welcher großartige artistische Leistungen vollbracht wurden. Insgesamt eine geniale Show und das ganze sogar GRATIS. Warum? Keine Ahnung. Sonntags ging es dann zu den Montmorency-Fällen, welche höher als die Niagarafälle, aber bei weitem nicht so touristisch sind wie jene. Sie sind zwar dennoch von Touristen stark frequentiert, aber immerhin läuft man durch ein wenig "Grün", um die Fälle zu sehen, wie man es sich bei den Niagarafällen auch - sehr blauäugig - vorstellt.
Wetter:
Leider war es in unseren Tagen hier in Québec City meist bewölkt, was einige schöne Fotoaufnahmen verhinderte. Immerhin war es mit 25 Grad immer angenehm war und nie zu heiß.
Verrücktes in Québec City:
- hier gibt es die dämlichsten Ampelschaltungen, die ich je gesehen habe. Und zwar gibt es drei Ampelperioden an einer Kreuzung (einmal für alle die geradeaus fahren und einmal für links nach rechts, soweit so logisch, aber es gibt noch eine dritte für Fußgänger) was dazu führt, dass man als Fußgänger immer ewig warten muss
- in der Pizzeria kam ein 2$-Aufschlag für die Kruste zur Pizza hinzu und nein wir haben nicht extra dick und knusprig bestellt, sondern die Kruste "regular". Wo in aller Welt muss man extra für den Pizzarand bezahlen???
Donnerstag, 8. August 2013
Montreal à l'été
Erlebnisse:
Auch wenn es für mich das zweite Mal Ottawa und Montreal war, so haben beide Städte doch ein komplett anderes Flair im Sommer. Beide Städte sind deutlich lebendiger, man sieht mehr Menschen beim Sport oder im Park beim Picknick. In Montreal wurde im Vergleich zum März eine der Hauptverkehrsstraßen einfach zur Fußgängerzone umfunktioniert, was wir dann direkt zum ausgiebigen Schlendern genutzt haben. Am Montag waren wir dann am alten Hafen, in der Altstadt und in Chinatown unterwegs, während wir am Dienstag den Olympiapark und den Mont Royal besucht haben. Von unserem ursprünglichen Plan in die botanischen Gärten zu gehen haben wir uns zwischenzeitlich verabschiedet als wir festgestellt haben, dass es mehr als 30 $ Eintritt kostet. Das war uns dann doch etwas zu viel für ein paar Blumen und Springbrunnen.
Am Mittwoch waren wir dann in Montreals Unterwelt unterwegs. So haben wir die unterirdischen Gänge erforscht, welche einen großen Teil Downtowns verbinden und den Einwohnern im Winter Schutz vor der Kälte bietet. Selbstverständlich haben wir uns auch im riesigen Eaton Shopping Centre verlaufen, in welchem es gefühlt unendliche Geschäfte zum Shoppen gibt. Was ein Glück sind wir mit einem Backpack unterwegs, so dass wir aufgrund unseres eingeschränkten Platzes gar nicht erst in Versuchung kamen irgendwelche Kleidung oder Schuhe zu kaufen.
Heute bzw. jetzt, da wir im Bus sitzen, geht es dann nach Quebec City.
Wetter:
Das Wetter in Ottawa und Montreal war sehr angenehm und sommerlich und bei weitem nicht so heiß wie es in den letzten Tagen in Deutschland war. So hatten wir angenehme 25-30 Grad bei schönstem Sonnenschein.
Quo vadis?
Zunächst werden wir jetzt bis Montag in Québec City im Hostel unterkommen bevor wir dann einen Flug nach Charlottetown auf Prince Edward Island, der kleinsten kanadischen Provinz haben. Dort werden wir dann eine weitere Nacht im Hostel verbringen. Anschließend ist unsere Mithilfe auf einer Farm in der Nähe zweitgrößten Stadt Summerside willkommen, wo wir derzeit beabsichtigen ungefähr 3 Wochen zu bleiben, bevor es dann in Richtung Halifax geht, wo meine Eltern ankommen und Verena am 11. September in Richtung Heimat aufbricht.
