Erlebtes:
Mittlerweile sind Sahra und ich seit über eine Woche hier auf der Farm. In der Zwischenzeit haben wir die Farbe von dem Geländer entfernt und es nahezu komplett angemalt. Das Wetter hat aber die Fertigstellung in den letzten Tagen verhindert, so dass wir am Montag das Gewächshaus aufgeräumt haben, gestern Fussleisten ausgetauscht und Malarbeiten im Haus vorgenommen haben. Heute haben wir dann Mobiles für Daniels Kinderzimmer gebastelt.
An Good Friday (Karfreitag) haben wir einen kleinen Roadtrip durch die Gegend gemacht und danach bin ich mit Leon in den zum Grundstück gehörenden Wald mit dem Quad gefahren, um dort die Kameraüberwachung auszutauschen. Wir sind gefühlte hunderte Male im angetauten Schnee stecken geblieben und haben 45 min meine Brille gesucht die mir ein Ast von Kopf geschlagen hatte.
An Ostersonntag waren wir in Brockville in einer Kirche. Das war mal extrem ungewohnt und keineswegs so strukturiert wie ich es gewohnt bin. Nachdem ungefähr eine halbe Stunde gesungen wurde, hat ein Reverend aus Florida gepredigt eine Stunde gepredigt, teilweise begleitet von begeistern dem Zwischenrufen oder zum Himmel gereckten Armen. Am Ende wurden dann alle nach vorne zum gemeinsamen Gebet gerufen. Insgesamt irgendwie komisch, aber eine interessante Erfahrung.
Ansonsten gehen wir hier viel spazieren, da uns aufgrund unser Abgeschiedenheit aber auch nicht viel übrig bleibt, spielen viel mit dem Sohn oder dem Hund oder genießen das Essen (Pancakes mit Ahornsirup sind einfach der Hammer).
Achso mir geht es gut :-) und ich sage mal mein Englisch macht wie gewünscht Fortschritte.
Wetter:
Während am Anfang unseres Aufenthalts noch Schnee lag ist dieser im Laufe der vergangenen Woche weggetaut, als wir knapp über 0 Grad hatten. Sonst scheint meistens die Sonne, allerdings wehte in den letzten drei Tagen so ein starker Wind das Arbeiten draußen nicht möglich war. Die Temperatur ist seitdem auch wieder unter den Gefrierpunkt gefallen, steigt aber tagsüber auf etwa 5 Grad an. Schnee liegt keiner mehr.
Quo vadis?:
Sobald wir die Farm verlassen werden geht es für 3 Nächte nach Ottawa, die Landeshauptstadt ansehen, welche allerdings auch nicht sonderlich spannend sein soll. Danach geht es zurück nach Toronto für einige Tage um meine Sozialversicherungskarte aufzusammeln und Sahra dir Möglichkeit zu geben Toronto kennenzulernen. Vielleicht geht es dann dort auch zu einem NHL Spiel der Maple Leafs, so dass ich mein Trikot anziehen kann. Anschließend geht es nach aktuellem Plan nach Niagara Falls, wo ich versuchen werde einen Job zu finden, während Sahra von dort aus zu einem Roadtrip an die US-Westküste aufbrechen möchte.
Erstaunliches in Kanada:
- Warmes Frühstück
- Häuser aus Holz (kein Wunder das die bei einem Tornado weg fliegen)
- die Weite (man konnte sich zwar darauf einstellen, aber wenn man da ist, ist es doch viel größer)
- Autoversicherung sollte hier ein Studiengang sein
Hi Mario,
AntwortenLöschenhabe deinen Satz "Autoversicherung sollte hier ein Studiengang sein" über google gefunden. Bin gerade in Montreal und gehe dieses Thema auch gerade an. Hast du den Studiengang erfolgreich abgeschlossen und kannst mir bestätigen das es möglich ist? Suche zur Zeit ebenfalls nach einer Autoversicherung.
Gruß David
Hallo David,
AntwortenLöschenich habe es irgendwann aufgegeben, habe aber auch nicht mit sehr großem Elan weiter gesucht; so war ich nie direkt bei einer Versicherung vor Ort.
In Toronto hat es eine deutsche Gruppe, die ich dort getroffen habe versucht. Ergebnis des Besuches war, dass die Versicherung für einen Van ungefähr 4000 pro Jahr gekostet hat. Zudem hätte man seinen dt. Führerschein gegen einen kanadischen eintauschen müssen und zu Hause wieder zurück.
Grundsätzlich bist du aber am richtigen Ort bzw. in der richtigen Provinz. In Quebec soll die Versicherung günstiger sein und man kann wohl auch seinen Führerschein behalten. Der Hostelbesitzer hier meint, egal wo man sein Auto versichert, man kann damit durch ganz Kanada fahren und ist versichert, so lange man sich nicht länger als eine bestimmte Zeit in einer Provinz aufhält (3 oder 6 Monate), denn dann müsste man das Auto wohl ummelden. Ein weiteres Problem ist dann wohl der Weiterverkauf. Denn man kann das Auto irgendwie nur problemlos in der Provinz verkaufen in der es auch gekauft wurde. Also alles in allem extrem kompliziert und leider auch keine wirklich belastbaren Informationen leider.
Ich würde mich freuen, wenn du mir deine Erfahrungen weiter gibst, sobald du neue Erkenntnisse über die Versicherung in Quebec hast. Immerhin trifft man ja überall auf Deutsche, die auch gerne ein Auto kaufen würden und denen könnte ich dann auch weiterhelfen.
Viele Grüße und viel Erfolg
Mario
Hallo David,
AntwortenLöschenich habe es irgendwann aufgegeben, habe aber auch nicht mit sehr großem Elan weiter gesucht; so war ich nie direkt bei einer Versicherung vor Ort.
In Toronto hat es eine deutsche Gruppe, die ich dort getroffen habe versucht. Ergebnis des Besuches war, dass die Versicherung für einen Van ungefähr 4000 pro Jahr gekostet hat. Zudem hätte man seinen dt. Führerschein gegen einen kanadischen eintauschen müssen und zu Hause wieder zurück.
Grundsätzlich bist du aber am richtigen Ort bzw. in der richtigen Provinz. In Quebec soll die Versicherung günstiger sein und man kann wohl auch seinen Führerschein behalten. Der Hostelbesitzer hier meint, egal wo man sein Auto versichert, man kann damit durch ganz Kanada fahren und ist versichert, so lange man sich nicht länger als eine bestimmte Zeit in einer Provinz aufhält (3 oder 6 Monate), denn dann müsste man das Auto wohl ummelden. Ein weiteres Problem ist dann wohl der Weiterverkauf. Denn man kann das Auto irgendwie nur problemlos in der Provinz verkaufen in der es auch gekauft wurde. Also alles in allem extrem kompliziert und leider auch keine wirklich belastbaren Informationen leider.
Ich würde mich freuen, wenn du mir deine Erfahrungen weiter gibst, sobald du neue Erkenntnisse über die Versicherung in Quebec hast. Immerhin trifft man ja überall auf Deutsche, die auch gerne ein Auto kaufen würden und denen könnte ich dann auch weiterhelfen.
Viele Grüße und viel Erfolg
Mario